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Kommunaler Entlastungsbaustein

Private Vorsorge für eine rein private Betreuungslücke.

Wenn ein lebender Tierhalter durch Krankenhausaufnahme, Unfall oder Pflegefall ausfällt, entsteht nicht automatisch ein kommunaler Tierfall. Eine privat finanzierte Kurzzeitbetreuung schafft einen geregelten Verweisweg.

Typischer Ausgangspunkt

Der Rettungsdienst fährt mit dem Halter ins Krankenhaus. Hund oder Katze bleibt zurück.

Ist kein Angehöriger oder Notfallkontakt erreichbar, wenden sich Beteiligte häufig an Polizei, Ordnungsamt, Kliniksozialdienst oder Rettungsdienst. Der private Vorsorgeweg setzt voraus, dass keine amtliche Maßnahme veranlasst ist und der konkrete Sachverhalt keine andere Zuständigkeit auslöst.

01

Privat vorbereitet

Tierdaten, Zugang, Betreuungsvorgaben und auslöseberechtigte Kontakte werden vor einem Notfall registriert.

02

Im Ereignis aktiviert

Der Halter oder ein berechtigter Kontakt meldet den Ausfall; die vorbereitete Versorgung wird ausgelöst.

03

Privat getragen

Der Tierhalter beauftragt und finanziert die Leistung. Kommune und Ordnungsamt werden weder Vertragspartner noch Kostenträger.

Nutzen für Verwaltung und Einsatzkräfte

Ein konkreter Hinweis ist besser als eine improvisierte Telefonkette.

Kommunen können Bürger, Kliniken, Rettungsdienste, Pflegestützpunkte und soziale Einrichtungen frühzeitig auf die private Vorsorgemöglichkeit hinweisen. Im Ereignisfall steht damit ein klarer Ansprechpartner zur Verfügung.

Im vertraglich geregelten Privatfall

  • kurzfristig private Betreuungsplätze recherchieren
  • muss die kommunale Stelle keinen privaten Betreuungsauftrag auslösen
  • tritt die Kommune nicht als Auftraggeber oder Kostenträger des Privatvertrags ein
  • private Zugangs-, Futter- oder Betreuungsdaten verwalten
Wichtig für die Weitergabe

Die private Notfallvorsorge ersetzt weder kommunale Tierrettung noch eine erforderliche amtliche Maßnahme. Sie greift nur nach vorheriger Registrierung und bestätigtem Vertragsbeginn. Die Zuständigkeit im Einzelfall wird dadurch nicht vorweggenommen.

Der nächste Schritt

Ein Verweisweg für private Betreuungslücken.

Wir stellen Kommunen eine kompakte Bürgerinformation zur Verfügung und stimmen ab, wie der Hinweis in vorhandene Beratungs- und Einsatzwege eingebunden werden kann.